Von L'Estartit nach Frankreich: Cadaqués, Collioure, Gruissan
Ein Törn über die Grenze: vom Montgrí-Massiv im Norden der Costa Brava um das Cap de Creus an die französische Côte Vermeille mit Collioure und Banyuls und weiter an die sandige Küste des Languedoc, wo hinter den Lagunen Ferienmarinas der 1960er-Jahre liegen. Der Rundtörn von etwa 145 sm ab L'Estartit hat Schläge von drei bis fünf Stunden, Nächte in Marinas und zwei in den Buchten am Cap de Creus – eine an der Boje, eine vor Anker. Spanien und Frankreich sind beide im Schengen-Raum, die Grenze auf See quert man ohne Formalitäten. Wichtig ist nur eines: Hier ist die Heimat der Tramontane, und das Cap de Creus rundet man nur bei guter Vorhersage.

Tag für Tag
L'Estartit
- L'Estartit42.053, 3.204
Bootsübernahme in der Marina am Fuß des Montgrí-Massivs, gegenüber den Medes-Inseln. Der Flughafen Girona liegt eine Autostunde entfernt; Einkauf im Ort und abends ein Bummel an der Uferpromenade.
L'Estartit → Port Lligat
- Medes-Inseln42.047, 3.222
- Port Lligat (Cadaqués)42.293, 3.291
- RosesMarina42.256, 3.179
An den Medes-Inseln vorbei und über den Golf von Roses zur Halbinsel Cap de Creus, etwa drei Stunden. In Port Lligat läuft man nördlich der Insel ein – die südliche Durchfahrt ist flach; Nacht an einer Gastboje. An Land liegt das Wohnhaus-Museum von Salvador Dalí (Tickets vorab buchen), nach Cadaqués sind es zu Fuß etwa zwanzig Minuten.
Port Lligat → Saint-Cyprien
- Cap de Creus42.320, 3.330
- Collioure42.527, 3.088
- Saint-Cyprien42.620, 3.038
- Banyuls-sur-MerMarina42.481, 3.137
Um das Cap de Creus, den östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel, vorbei an El Port de la Selva und über die Grenze an der Côte Vermeille entlang. Mittag vor Collioure, dem alten Hafen, dessen Glockenturm Matisse und Derain gemalt haben; Nacht in der großen Marina von Saint-Cyprien.
Saint-Cyprien → Gruissan
- Gruissan43.108, 3.099
- Port LeucateMarina42.865, 3.040
Nach Norden an der flachen Sandküste des Languedoc entlang, vorbei an den Klippen des Cap Leucate. Nach Gruissan führen anderthalb Meilen betonnte Fahrrinne – halten Sie sich strikt daran; das alte Dorf liegt ringförmig unter dem Turm Barberousse, und nach Narbonne mit Kathedrale und einem Stück der römischen Via Domitia sind es mit dem Bus etwa fünfzehn Minuten.
Gruissan → Canet-en-Roussillon
- Canet-en-Roussillon42.704, 3.035
Zurück nach Süden an den Stränden des Roussillon entlang. Canet-en-Roussillon ist eine Marina an einer Lagune mit Vogelbeobachtungsständen, nach Perpignan mit dem Palast der Könige von Mallorca sind es etwa 12 Kilometer.
Canet → Bucht Garbet
- Bucht Garbet (Colera)42.393, 3.158
An Argelès unter den Albères-Bergen vorbei, entlang Collioure, Banyuls und dem Meeresschutzgebiet Cerbère–Banyuls und zurück über die Grenze. Nacht vor Anker in der Bucht Garbet bei Colera: Kiesstrand, klares Wasser und Ruhe vor der Heimfahrt; die Bucht ist nach Osten offen.
Garbet → L'Estartit
- L'Estartit42.053, 3.204
- El Port de la SelvaMarina42.340, 3.202
Zum zweiten Mal um das Cap de Creus und über den Golf von Roses nach Hause, etwa fünf Stunden. Tanken und Rückgabe.
Die Koordinaten sind ungefähr und zeigen Hafen oder Bucht. Sie lassen sich in Google Maps oder den Kartenplotter einfügen; vor dem Festmachen oder Ankern mit Seekarte und Hafenhandbuch abgleichen.
Gut zu wissen
- Die Tramontane, der Nordwest des Golfe du Lion, weht hier häufiger und stärker als irgendwo sonst auf der Route und beschleunigt am Cap de Creus bis Sturmstärke. Runden Sie das Kap nur bei ruhiger Vorhersage; bei Tramontane warten Sie in Roses oder L'Estartit. Bei frischem auflandigem Wind sind die Einfahrten der Lagunenhäfen des Languedoc – Gruissan, Saint-Cyprien, Canet – wegen brechender See gefährlich. Die besten Monate sind Juni und September.
- Schutzgebiete: An den Medes-Inseln ist Ankern verboten – nur Bojen; im Naturpark Cap de Creus gelten in einigen Buchten Einschränkungen, die Bojen in Port Lligat bucht man im Sommer vorab. Im französischen Meeresschutzgebiet Cerbère–Banyuls ist Fischen verboten und Ankern eingeschränkt – nutzen Sie die Bojen des Schutzgebiets. Posidonia-Wiesen meiden Sie auf beiden Seiten der Grenze.
- Grenze: Spanien und Frankreich sind Schengen und EU, französische Häfen laufen Sie ohne Formalitäten an, mit denselben Bootspapieren und demselben Skipperschein. Die Marinas im Languedoc sind groß und in der Saison leichter zu bekommen als die Buchten der Costa Brava, im Juli und August reserviert man trotzdem besser.
- Logistik: Der Flughafen Girona liegt etwa 55 Kilometer von L'Estartit, Barcelona etwa 150. Der Flughafen Perpignan ist zwanzig Minuten von Canet entfernt – praktisch, wenn ein Teil der Crew mitten in der Woche an- oder abreist.
Anreise zur Marina
- Port de L'Estartit (Club Nàutic Estartit)
- Girona (GRO) — 55 km, 45 Min. mit dem AutoBarcelona-El Prat (BCN) — 150 km, 1,5 Std. mit dem Auto
45–55 Min. · €90–120 pro Wagen
Taxi ab der Ankunftshalle des Flughafens Girona über die Autobahn und Torroella de Montgrí zum Hafen von L'Estartit.
45–55 Min. · €25–60 pro Tag
Mietwagen am Flughafen Girona; am Hafen von L'Estartit gibt es Parkplätze, für die Törnwoche gibt man das Auto aber besser zurück.
1,5–2 Std. · €180–250 pro Wagen
Vorbestellter Transfer ab Flughafen Barcelona: Der Fahrer wartet in der Ankunftshalle, auf der Autobahn AP-7 etwa anderthalb Stunden.
1,5–2,5 Std. · €8–14 pro Person
Bus vom Flughafen zum Busbahnhof Girona (etwa 25 Minuten), dann der Regionalbus nach L'Estartit – etwa eine Stunde, alle zwei bis drei Stunden.
Von Barcelona fährt der Hochgeschwindigkeitszug in etwa vierzig Minuten nach Girona, von dort weiter mit Bus oder Taxi nach L'Estartit.
Preise sind Schätzungen für Herbst 2026 in Euro, Fahrzeiten ohne Stau. Bus- und Fährfahrpläne ändern sich mit der Saison: Prüfen Sie sie vor der Reise.
Wann segeln und was es kostet in Spanien
Median € pro Platz und Woche aus der letzten Prüfung des Agenten, Einrumpfer; auf der Monatsseite beide Bootstypen, ein Diagramm und Boote mit Abfahrt in diesem Monat.
Rabattierte Boote in Spanien
Alle Boote in SpanienWie lang ist die Route L'Estartit — Gruissan und wo übernachtet man?
7 Tage und etwa 147 Seemeilen als Rundtörn, Start und Ziel ist L'Estartit. Übernachtungen der Reihe nach: L'Estartit, Port Lligat (Cadaqués), Saint-Cyprien, Gruissan, Canet-en-Roussillon, Bucht Garbet (Colera). Der längste Schlag ist Tag 4 mit 29 sm.
Wie kommt man zur Marina der Route L'Estartit — Gruissan?
Die Route beginnt und endet in Port de L'Estartit (Club Nàutic Estartit). Nächster Flughafen: Girona (GRO), 55 km entfernt. Am schnellsten: Taxi, 45–55 Min., €90–120 pro Wagen. Am günstigsten: Bus, 1,5–2,5 Std., €8–14 pro Person.
Wann segelt man die Route L'Estartit — Gruissan am besten?
Auf den Balearen läuft die Saison von Mai bis Oktober. Juli und August sind Hochsaison: Marinas sind teuer und voll, man ankert oder liegt an Bojen. Juni und September bringen warmes Wasser und niedrigere Preise; Mai und Oktober sind Nebensaison. Im Winter segelt man auf den Kanaren – ein eigenes Revier. Nach den letzten Prüfungen des Agenten (Einrumpfer) ist es im Oktober am günstigsten: Median €260 pro Koje und Woche. Am teuersten ist es im Januar mit €300. Die meisten Boote mit mindestens 20 % Rabatt gibt es im Oktober: 45 %. Der Agent prüft den laufenden und die fünf folgenden Monate; die Zahlen jedes Monats stehen auf seiner Seite.
Was kostet eine Yacht für diese Route?
Ein ganzes Boot in Spanien für eine Woche gibt es in der aktuellen Auswahl des Agenten ab €1148: die günstigste rabattierte Woche mit Abfahrt in den nächsten drei Monaten. Preise pro Koje nach Monat stehen weiter oben, die Boote unter „Alle Boote in Spanien“.
Brauche ich einen Bootsführerschein, um eine Yacht zu chartern?
Für einen Bareboat-Charter (ohne Skipper und Crew) ja: einen Bootsführerschein und in der Regel ein VHF-Funkzeugnis. Ohne Schein buchen wir Ihnen einen Skipper dazu; er wird getrennt vom Bootspreis bezahlt.
Was ist im Bootspreis enthalten?
Das Boot selbst für eine Woche. Separat zu zahlen sind in der Regel: Transitlog und Endreinigung, Treibstoff, Liegegebühren in Marinas, Kaution (oder Kautionsversicherung), Skipper, Koch und Hostess, falls gewünscht, sowie Extras – SUP, WLAN an Bord, Kaffeemaschine, Relingsnetz für Kinder.


















