11 Tage one way: St. Barth, ein Nachtschlag und die Jungferninseln
Ein Törn unter drei Flaggen vom französischen St. Martin zu den Britischen Jungferninseln. Zuerst St. Barth mit dem Hafen Gustavia und der geschützten Bucht Colombier, dann ein Nachtschlag nach Westen über die Anegada-Passage – 85 sm mit dem Passat von achtern – und eine Woche zwischen den Inseln rund um den Sir-Francis-Drake-Kanal: The Baths, Marina Cay, Jost Van Dyke, Norman Island. Rund 180 sm in 11 Tagen, one way: Sie übernehmen das Boot in Anse Marcel und geben es in Road Town auf Tortola zurück. Eine Route für Crews, die schon nachts gesegelt sind und Wache gehen können.

Tag für Tag
Marina Anse Marcel
- Anse Marcel18.114, -63.037
Bootsübernahme ab 17:00 Uhr in der Marina Anse Marcel, einem geschlossenen Becken in einer grünen Bucht an der Nordküste von St. Martin, 40 Minuten vom Flughafen Princess Juliana. Kaufen Sie auf dem Weg vom Flughafen ein, in den Supermärkten von Marigot oder Grand Case. Fragen Sie beim Briefing, welche Papiere die Flotte für fremde Gewässer vorbereitet und wo Sie bei jedem Flaggenwechsel klarieren.
Anse Marcel → Gustavia (St. Barth)
- Gustavia17.897, -62.851
Drei Stunden nach Südosten an Tintamarre vorbei und über den Kanal nach St. Barth, der Wind knapp vorlicher als querab. Einklariert wird im Hafenbüro von Gustavia; die Yacht liegt an einer Mooring oder vor Anker im Außenhafen. Den Abend verbringen Sie im Städtchen mit roten Dächern, schwedischer Vergangenheit und zollfreien Läden.
Gustavia → Colombier
- Anse de Colombier17.922, -62.868
Ein Vormittag in Gustavia – ein Spaziergang zu den Ruinen der schwedischen Forts über dem Hafen –, dann eine halbe Stunde um die Landspitze in die Anse de Colombier. Sie ist nur übers Meer oder zu Fuß erreichbar; die Bucht gehört zum Meeresschutzgebiet, Sie liegen an dessen Moorings. Schildkröten über dem Seegras, Schnorcheln direkt vom Boot und eine ruhige, dunkle Nacht.
Colombier → Grand Case
- Grand Case18.104, -63.054
- Île FourchueMuringbojen17.957, -62.902
Zurück über den Kanal nach St. Martin und um das Nordkap nach Grand Case, dem Gourmetdorf der französischen Seite: Restaurants an der Promenade und Lolos, offene Grillküchen. Ankern vor dem Strand und früh zu Abend essen: Klarieren Sie vor dem Abend aus St. Martin aus, denn in der Nacht beginnt die Überfahrt zu den Britischen Jungferninseln.
Grand Case → The Baths → North Sound (Virgin Gorda)
- The Baths18.429, -64.444
- North Sound (Virgin Gorda)18.496, -64.390
- Virgin Gorda Yacht HarbourMarina18.449, -64.436
Ablegen am Vorabend: die ganze Nacht nach Westen über die Anegada-Passage mit dem Passat von achtern, Wachen zu zwei bis drei Stunden, rund 85 sm offenes Wasser. Im Morgengrauen Virgin Gorda am Horizont. Einklarieren in die BVI beim Zoll in Spanish Town, dann die Granitblöcke und Felsbecken von The Baths und am Abend um die Nordspitze der Insel in die geschützte Lagune North Sound. Schlaf nachholen.
North Sound → Marina Cay
- Marina Cay18.459, -64.527
- Trellis BayMuringbojen18.446, -64.533
Ein kurzer Tag nach der Nacht auf See: ein Vormittag im North Sound, dann um die Huk und nach Westen an Virgin Gorda entlang nach Marina Cay, einer winzigen Insel auf dem Riff vor Beef Island. Nacht an der Mooring, Sonnenuntergang vom Gipfel des Cays.
Marina Cay → Sandy Cay → Jost Van Dyke
- Sandy Cay18.436, -64.709
- Great Harbour (Jost Van Dyke)18.444, -64.751
Nach Westen an der Nordküste von Tortola entlang mit achterlichem Passat. Mittagspause an Sandy Cay, einem unbewohnten Inselchen mit Strand und Riff; es ist Nationalpark, nur für Tagesstopps. Die Nacht verbringen Sie in Great Harbour auf Jost Van Dyke, dem einzigen Dorf der Insel, mit Bars im Sand und dem berühmten Foxy's.
Jost Van Dyke → Cane Garden Bay
- Cane Garden Bay18.426, -64.659
Eine Stunde über den Kanal nach Tortola in die Cane Garden Bay, ein Palmenstrand mit Moorings davor. Gehen Sie zu Fuß zur alten Rumbrennerei Callwood hinter dem Strand. Bei winterlichem Nordschwell wird der Platz unruhig – dann übernachten Sie lieber in Soper's Hole im Westen Tortolas.
Cane Garden Bay → Norman Island
- Norman Island (The Bight)18.319, -64.618
- Soper's HoleMarina18.385, -64.702
Um das Westende durch den Thatch Island Cut und nach Südosten über den Sir-Francis-Drake-Kanal nach Norman Island. Unterwegs die Höhlen am Treasure Point, in die man mit der Maske hineinschwimmt. Nacht an der Mooring in der Bight; der Pfad auf den Inselkamm bietet einen Blick über den ganzen Kanal.
Norman Island → Peter Island
- Peter Island18.357, -64.585
Ein kurzer Schlag nach Osten nach Peter Island: Great Harbour, Little Harbour oder der Palmenstrand der Deadman's Bay. Ein Tag ohne Meilen, zum Baden und Schnorcheln.
Peter Island → Road Town (Tortola)
- Road Town18.424, -64.613
Eine Stunde über den Kanal nach Road Town, der Hauptstadt der BVI: Tanken und Rückgabe in der Marina. Bleibt Zeit, fahren Sie in den Sage-Mountain-Nationalpark zum Regenwald auf dem höchsten Punkt der Jungferninseln. Nacht an Bord in der Marina, Abflug am nächsten Tag.
Die Koordinaten sind ungefähr und zeigen Hafen oder Bucht. Sie lassen sich in Google Maps oder den Kartenplotter einfügen; vor dem Festmachen oder Ankern mit Seekarte und Hafenhandbuch abgleichen.
Gut zu wissen
- Saison und Wetter: Dezember bis April, Ostpassat mit 15–20 Knoten, im Dezember und Januar bis 25; von Juni bis November ist Hurrikansaison. Der Nachtschlag von St. Martin nach Virgin Gorda führt über rund 85 sm offenes Wasser mit Wind von achtern: Legen Sie nur bei stabiler Vorhersage ab und verschieben Sie ihn bei Nordschwell. Nicht jede Flotte erlaubt Nachtfahrten – fragen Sie bei der Buchung; an Bord brauchen Sie mindestens zwei wachfähige Personen.
- Formalitäten: drei Flaggenwechsel. Einklarieren in St. Barth im Hafen von Gustavia, zurück nach St. Martin und wieder ausklarieren vor dem Nachtschlag nach den Vorgaben der Basis, Einklarieren in die BVI in Spanish Town auf Virgin Gorda. Für ein nicht in den BVI stationiertes Boot wird die Cruising-Gebühr pro Person und Tag berechnet und ist deutlich höher als für lokale Charterboote; für die Tagesmoorings der Nationalparks – The Baths, Sandy Cay – braucht man ein Permit des National Parks Trust.
- Einwegtörn: Für die Überführung von St. Martin nach Tortola verlangt die Flotte eine Einweggebühr – sie hängt von Boot und Saison ab, fragen Sie bei der Buchung; diese Route bieten nur Firmen mit Basen auf beiden Inseln an. Die Rückgabe ist in Road Town; planen Sie am letzten Tag Zeit fürs Tanken und den Check-out ein.
- Heimreise: Der Flughafen Beef Island (EIS) liegt 20–30 Taximinuten von Road Town, mit Flügen nach San Juan, Antigua und St. Martin und Anschlüssen von dort. Alternativ die Fähre von Road Town nach St. Thomas (Amerikanische Jungferninseln) und ein Direktflug in die USA; dafür brauchen Sie eine US-Einreiseerlaubnis – ESTA oder Visum.
Anreise zur Marina
- Marina d'Anse Marcel (Port de Lonvilliers), St Martin
- Sint Maarten (Princess Juliana) (SXM) — 24 km, 40 Min. mit dem AutoGrand Case (Regionalflüge) (SFG) — 6 km, 12 Min. mit dem Auto
10–15 Min. · €20–30 pro Wagen
Vom kleinen Flughafen Grand Case mit dem Taxi vom Stand am Terminal über den Hügel nach Anse Marcel, zum Festtarif der französischen Seite.
35–55 Min. · €45–70 pro Wagen
Der Taxi-Disponent am Ausgang nennt einen Festpreis; die Strecke führt an der Lagune entlang über Marigot und Grand Case, zur Rushhour staut es sich bei Marigot. Aufschlag ab dem dritten Fahrgast und nachts.
35–55 Min. · €60–90 pro Wagen
Vorab gebuchter Transfer: Fahrer mit Schild in der Ankunftshalle, Festpreis pro Auto. Praktisch für Gruppen mit viel Gepäck.
35–55 Min. · €35–55 pro Tag
Mietwagenschalter am Flughafen. Rechtsverkehr, die Grenze zwischen niederländischem und französischem Teil passiert man ohne Halt; unterwegs liegen Supermärkte für den Einkauf.
Die Flugzeuge landen in SXM direkt über dem Maho Beach; Direktflüge gibt es aus Paris, Amsterdam und den USA. Die Grenze zwischen französischem und niederländischem Inselteil ist offen.
Preise sind Schätzungen für Herbst 2026 in Euro, Fahrzeiten ohne Stau. Bus- und Fährfahrpläne ändern sich mit der Saison: Prüfen Sie sie vor der Reise.
Wann segeln und was es kostet in der Karibik
Median € pro Platz und Woche aus der letzten Prüfung des Agenten, Einrumpfer; auf der Monatsseite beide Bootstypen, ein Diagramm und Boote mit Abfahrt in diesem Monat.
Rabattierte Boote in der Karibik
Alle Boote in der KaribikWie lang ist die Route St. Martin — Tortola und wo übernachtet man?
11 Tage und etwa 181 Seemeilen in eine Richtung, Start in St. Martin, Rückgabe des Boots in Tortola. Übernachtungen der Reihe nach: Anse Marcel, Gustavia, Anse de Colombier, Grand Case, North Sound (Virgin Gorda), Marina Cay, Great Harbour (Jost Van Dyke), Cane Garden Bay, Norman Island (The Bight), Peter Island. Der längste Schlag ist Tag 5 mit 90 sm.
Wie kommt man zur Marina der Route St. Martin — Tortola?
Die Route beginnt und endet in Marina d'Anse Marcel (Port de Lonvilliers), St Martin. Nächster Flughafen: Sint Maarten (Princess Juliana) (SXM), 24 km entfernt. Am schnellsten: Taxi, 10–15 Min., €20–30 pro Wagen.
Wann segelt man die Route St. Martin — Tortola am besten?
Die Saison in der Karibik läuft von Dezember bis April: trocken, mit stetigem Passat von 15–20 Knoten. Am teuersten sind Weihnachten, Neujahr und Februar–März. Von Juni bis November ist Hurrikansaison: Boote sind günstiger, das Wetter riskanter; der Mai ist ein Übergangsmonat. Die Flotte besteht vor allem aus Katamaranen und wird 4–8 Monate im Voraus gebucht. Nach den letzten Prüfungen des Agenten (Einrumpfer) ist es im Oktober am günstigsten: Median €510 pro Koje und Woche. Am teuersten ist es im Februar mit €787. Die meisten Boote mit mindestens 20 % Rabatt gibt es im November: 11 %. Der Agent prüft den laufenden und die fünf folgenden Monate; die Zahlen jedes Monats stehen auf seiner Seite.
Was kostet eine Yacht für diese Route?
Ein ganzes Boot in der Karibik für eine Woche gibt es in der aktuellen Auswahl des Agenten ab €1790: die günstigste rabattierte Woche mit Abfahrt in den nächsten drei Monaten. Preise pro Koje nach Monat stehen weiter oben, die Boote unter „Alle Boote in der Karibik“.
Brauche ich einen Bootsführerschein, um eine Yacht zu chartern?
Für einen Bareboat-Charter (ohne Skipper und Crew) ja: einen Bootsführerschein und in der Regel ein VHF-Funkzeugnis. Ohne Schein buchen wir Ihnen einen Skipper dazu; er wird getrennt vom Bootspreis bezahlt.
Was ist im Bootspreis enthalten?
Das Boot selbst für eine Woche. Separat zu zahlen sind in der Regel: Transitlog und Endreinigung, Treibstoff, Liegegebühren in Marinas, Kaution (oder Kautionsversicherung), Skipper, Koch und Hostess, falls gewünscht, sowie Extras – SUP, WLAN an Bord, Kaffeemaschine, Relingsnetz für Kinder.


















